Partnerschaft & der Umgang mit dem Internet

„Ich war sehr erfreut, als unser Treffen nach all der Zeit wieder stattfinden konnte. Natürlich waren wir über die letzten Jahre per Chat, Video und Mail verbunden, vorausgesetzt das Internet funktionierte. Selbstredend, dass das den direkten Austausch nicht ersetzten kann. Besonders nicht für mich, als jemand, der von Außen versucht zu verstehen. Und nicht nur das, sondern auch noch in der Lage sein will, das für all die Spender:innen zu übersetzen, für Privatpersonen sowie für Firmen, die uns vertrauen. Da ist persönlicher Kontakt um so wichtiger.

Unsere Verabredung hat im Voice of Children Büro stattgefunden. Per E-Mail arrangiert. Auf der Agenda stand: Zusammenarbeit, Catch Up, Rechnungen, Kollaboration, Papier-Handarbeit, weitere Fundraising-Aufrufe und Bedarfe.

Krishna Thapa (President Voice of Children Nepal), Birgit Baier (Vorsitzende bbuildsupnepal e.V.)

Für mich war es wichtig, über unsere Kollaboration zu sprechen, denn immerhin haben wir uns seit unserer vertraglichen Vereinbarung nicht mehr gesehen, welche per Mail fertiggestellt wurde. Auch wollte ich erfahren, wie sich die Projekte entwickeln, was sich im Land seit und besonders durch Corona verändert hat, wie wir uns zukünftig unterstützen können und welche Dokumentation wir brauchen, um transparent zu kommunizieren.

Meine Reise umfasste vier Meetings mit VOC:

  • in ihrem Büro,
  • im Dropping- und Socialization Center,
  • ein Treffen mit zwei Jugendlichen im Ausbildungszentrum sowie
  • einem Besuch bei einer Familie in ihrem zu Hause.

Wir saßen zu viert im Büro. Der Präsident, Schatzmeister, der Programm-Verantwortliche und die Marketingleiterin. Ich bekam einen leckeren Tee und Wasser zu trinken. Nach einiger Zeit des sich wieder Kennenlernens und des freundlichen Austausches über die Corona-Zustände in unseren Ländern und deren Ausmaß habe ich Folgendes erfahren. Hier ein Ausschnitt:

Eines der größten Herausforderungen zurzeit ist der Schutz vor Internetmissbrauch, das schließt sexuellen Missbrauch, der online geschieht, mit ein. Fakt ist, dass 70 % der Jugendlichen Handys besitzen und 60 % nutzen das Internet. Eltern haben oft keine Kontrolle darüber und wissen vielmals nicht, was passiert, welche Gefahren das Internet birgt oder können mit der Geschwindigkeit der Entwicklung einfach nicht standhalten.

Hier ein gutes Beispiel für die Nutzung. Zwei Jugendliche zeigen mir, welche Musik sie mögen. Musik als Verbindung, Zugehörigkeit, Spaß, Unterhaltung etc..

VOC plant eine Internet Safety Awareness Initiative, um über die Auswirkungen aufzuklären. Diese können zum Beispiel sein: sexuelle Belästigung, Pornografie oder Bullying. Das Internet als „Vermittler“, um mit dem Missbrauchstäter in Kontakt zu treten. Zusätzliche Folge: die Kinderehe. Dazu muss angemerkt werden, dass Kinderehen in der Vergangenheit historisch bedingt ein Problem war. Kulturellen Ursprungs sowie durch Armut und mangelnde Bildung geprägt. Durch das Internet leider wieder akut und zu einem Trend geworden. Die Kinder und Jugendlichen sind im Schnitt 14-15 Jahre alt. Die Kinderehen sind nicht legal und es gibt auch keine offizielle Hochzeit. Bedauerlicherweise endet sie oft in Indien (Menschenhandel). Wie wir uns das vorstellen müssen? Ein beispielhafter Ablauf kann sein: Man tritt zum Beispiel durch Facebook in Kontakt, ist sehr freundlich zueinander, lernt sich kennen und der Vorschlag eines Treffens wird ausgesprochen. Man trifft sich und entscheidet gemeinsam wegzurennen und alleine zusammenzuleben. Wichtig hier ist es zu verstehen, dass Liebesehen immer noch nicht die Norm sind. Im Gegenteil, in dörflicheren Gegenden sind sie nicht akzeptiert. Das bedeutet, die Ehen sind arrangiert und es gibt keinen gemeinsamen Haushalt für das frisch vermählte Paar, denn sie leben mit den Eltern des Ehemanns. Dem möchten Jugendliche entfliehen, doch ist das nicht der einzige Grund, warum sie wegrennen. Manchmal erwischen Eltern ihre Kinder und versuchen sie zu trennen, was weitere Konflikte birgt, welche wiederum zur Ermüdung der Kinder führt und oft in Menschenhandel endet.

Ich habe folgendes über den Kreislauf gelernt: dadurch, dass die „Ehe“ nicht legal ist, lebt das Paar in der Illegalität. Das bedeutet es gibt keine Papiere und somit auch keine offizielle Arbeit. Die geborenen Kinder sind nicht offiziell registriert und haben sie keine Geburtsurkunde. Da das Paar auf sich alleine gestellt ist, kommt es bei Problemen oft zur Trennung und eine neue „Ehe“ folgt. All das erhöht die Verletzbarkeit, der Kreislauf beginnt und wird schlimmer. Man spricht hier von Cycle Increase (Zyklusanstieg). Man kann sich nun gut vorstellen, wieso mehr Kinder auf der Straße landen und wie schwer so ein Leben sein muss.

Es gibt immer noch einige Eltern, die für eine frühe Hochzeit sind, da es sie von finanziellen Verpflichtungen freistellt. Auch gibt es viele Eltern, die Angst vor einer Liebeshochzeit haben. Das Gesetz sieht vor, dass Erwachsene ab dem 20 Lebensjahr selbst entscheiden können, wer wen heiraten möchte, was allerdings kulturell und sozial nicht akzeptiert wird.

Auch heute noch haben die meisten Kinder das zu studieren, was die Eltern möchten. In städtischen Gebieten ist der Druck geringer.

Was ist der Plan? Eine Internet Safety Aufklärungs-Kampagne. Zielsetzung ist es, die Eltern aufklären, dass das Internet diesen Verlauf bedingt, aber auch dessen Wichtigkeit darlegt, denn das Internet ist auch essenziell für Bildung und Schule besonders seit COVID-19. Es gilt eine Gratwanderung durch Aufklärung und Dialog zu schaffen.

Wir haben uns geeinigt, dass VOC uns mitteilen wird, wie wir sie unterstützen können. Ein zukünftiger Ansatz ist, die Entwicklung kleiner Programme mit Problembeschreibung und Fokus. Zurzeit werden spezielle Aufklärung-Aktivitäten definiert wie zum Beispiel:

  • Sexueller Missbrauch sowie Faktoren, die diesen beeinflussen
  • Bewusstsein schaffen für Eltern
  • Training für Lehrer, damit sie bestimmte Verhalten einstufen können und sensibler auf bestimmte Verhalten reagieren können
  • Training für Justiz und Polizei, Bewusstsein bei Staatsanwaltschaft schaffen.

Wir haben besprochen, einen Podcast über das Thema zu erstellen, um Bewusstsein über die Problematik zu schaffen.

Mein Treffen dauert knapp zwei Stunden und wurde mit einem gemeinsamen Lunch in der hauseigenen Kantine beendet. Das war nur ein Meeting des Tages, zwei weitere folgten. So viel Input in so kurzer Zeit aufzunehmen und zu verarbeiten, all die Eindrücke und kulturellen Unterschiede aufzunehmen und zu integrieren ist immer eine Herausforderung. Eine, die viel Energie nimmt, aber auch viel gibt und mir Spaß macht, denn ich bekomme Zugang zu Wissen, welches mir sonst nicht zugänglich wäre. Ein besonderes Highlight war für mich, als wir über das Thema Liebesehe gesprochen haben. Aus was für einem Grund auch immer, dachte ich, es sei nicht mehr real. Als man mein verdutztes Gesicht sah, wurde mir erklärt, wie es heute noch gehandhabt wurde. Als ich die Frage an die Runde stellte, wer von ihnen arrangiert sei, wurde zu meiner Verwunderung ganz offen mit großem Grinsen darauf geantwortet. Ich habe mit einem Lachen erwidert: „tja und ich bin geschieden“ 😉 Abschließend kann ich nur sagen, es war ein toller Auftakt meiner Nepal Reise.“

BIlder sowie Interviews sind für social Media Kanäle freigegeben,

Liebe Grüße zum 2. Advent und erinnerst Du Dich noch?

Erinnerst Du Dich noch daran, wie es war, ein Kind zu sein? An den Moment, als Du zum ersten Mal das Nikolaushaus zeichnen konntest. Wie stolz Du warst, als Du es geschafft hattest, und wie überraschst Du warst, als Du es beim nächsten Mal scheinbar wieder komplett vergessen hattest? Lustige Erinnerungen und glückliche Momente sind für uns alle so wichtig, um das Leben zu meistern. Leider ist es nicht für alle Kinder einfach, da sie ihren Weg mit Schwierigkeiten beginnen müssen. Hilf uns dabei, etwas für Kinder in Not zu tun und auch ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wir wünschen Dir und Deinen Lieben einen wunderschönen 2. Advent.

Wir wünschen Dir einen besinnlichen zweiten Advent. Bevor Du dir das Video anschaust: kannst du es noch? Jetzt bist Du dran 🙂

Wir sorgen dafür, dass Kindern eine bessere Zukunft mit Spiel und Spaß beschert werden kann. Du kannst uns dabei unterstützen.

Treffen nach über zwei Jahren – endlich wieder

Sobald klar war, dass einer Reise nach Nepal nichts mehr im Wege stand, saß Birgit im Flieger. Als erstes Treffen war ein Meeting mit Voice of Children arrangiert. Die Freude war auf beiden Seiten groß, wie wir sehen können.

„Ich bin nachhaltig beeindruckt von Krishna Thapa (President VOC Nepal), was er geleistet hat und was er und sein Team alles erreichen für Straßenkinder. Das beinhaltet Arbeit im Bereich Aufklärung, systemische Veränderungen und die Stärkung von Familien, damit die Kinder wieder zurückkönnen – wenn es denn Sinn stiftet. Und wer kennt schon jemanden, der von vom Präsidenten der Vereinigten Staaten ausgezeichnet wird für seine Leistung?“

In dem Treffen wurde über die Zusammenarbeit und die Ausrichtung 2022+ gesprochen. Neue Ideen elaboriert. Im Anschluß hat Birgit das Dropping Center besucht, war zu Gast bei einer Familie, die über die Reintegration eines Kindes gesprochen hat und konnte mit 2 Jungs sprechen, die als Teil ihrer Integration eine Ausbildung absolvieren. Ein unglaubliches Erlebnis: transparent, offen und inspirierend. Danke an alle unsere Unterstützer und wir sind froh mit VOC zu kollaborieren. Es gibt viel zu tun. Jeder Cent zählt und bewegt etwas.

Neue Freundschaft / Srijansil Children Welfare / Kinderheim

Madan (Rainbow Volunteer Club) sagte zu Birgit: „Lass uns gehen, ich möchte dir ein tolles Kinderheim vorstellen und dich mit einer spannenden Frau bekannt machen. Genau es ist das Heim, für das ihr schon mal einen Ofen gekauft hattet.“ Gesagt getan denn wer könnte dazu schon nein sagen. Ruck zuck saß Birgit auf dem Rücksitz und die Reise begann. Wie ihr vielleicht wisst, müssen in Nepal nur die Fahrer einen Helm tragen. Wieso? Das können wir leider nicht beantworten. Was wir wissen ist, dass die Anreise spannend war und das zusätzliche Gewicht es nicht unbedingt einfacher gemacht hat 🙂 Unabhängig davon hatten die beiden Spaß und die Reise war es wert.

Das Kinderheim gibt es seit 2008 und wird von Uma Devi Basset geleitet. Zurzeit sind 18 Kinder unter ihrer Obhut: 8 Mädchen und 10 Jungs. Nicht alle Kinder sind Waisen. Wie bei vielen sind die Eltern nicht in der Lage sich um die Kinder zu kümmern, dafür zu sorgen, dass sie genug zu essen haben oder in die Schule gehen können.

Birgit: “ Zu allererst bekam ich ein Joghurt-Wasser-Getränk und wir lernten uns ein wenig kennen. Danach bekam ich von Barsha eine Tour, damit ich alles sehen kann um einen besseren Eindruck zu bekommen, wie es bei ihnen abläuft, wie sie organisiert sind und was so alles passiert. Ich bin immer wieder erstaunt über die Offenheit, die mir entgegen gebracht wird. Wirklich erstaunlich und toll. Ich habe also alle Zimmer gesehen und mein Eindruck ist gut. Extra Zimmer und räumlich getrennt sind Mädchen und Jungs, die Küche ist groß und sehr appetitlich, es gibt genug Wasser zum Trinken, kochen und waschen, einen kleinen Garten und eine offene halle für sportliche Aktivitäten wie Joga, tanzen und zum Lernen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und besonders die Tour genossen. „

Die Frage wie sie sich finanzieren, ist eine wichtige, denn leider haben zu viele Heime kein wirkliches Konzept bzw. einen Plan, wie sie sich langfristig über Wasser halten können. Ohne große Umschweife wurde es wie folgt erklärt: es gibt 3 Haupteinnahmequellen:

  • Festlichkeiten: viele Menschen kommen zu ihnen, um dort Festlichkeiten wie zum Beispiel Geburtstage zu feiern. Das wird gerne mit Spenden für das Heim verknüpft.
  • Dashain Festival und Deepavali: an diesen 2 wichtigen Festlichkeiten wird für das Heim gesammelt, und zwar substanziell.
  • Ehrenamtliche Mitarbeiter und Spender: Menschen sind vor Ort um zu unterstützen, als Teil der „Familie“ oder unterstützen so wie wir das mit unserem Verein getan haben.

In unserem Gespräch stellte sich schnell heraus, wie wir unterstützen können und das haben wir dann auch mit großer Freude getan: Schulgeld direkt in der Schule für die Kinder überwiesen.

Ein großes Dankeschön an unsere Unterstützer!! Bei unserer nächsten Reise werden wir mehr Zeit miteinander verbringen. Und auch ein großes Danke an Madan für die Verbindung.

Anmerkung: das Baby ist nicht Teil des Kinderheims, sondern ihr Enkel. Mutter und Kind kommen gerne und regelmäßig zu Besuch um zu unterstützen.

Welcome, every Buddy. Wir haben einen Podcast :)

Hallo zusammen,

wir hoffen es geht Euch gut. Es gibt spannende Neuigkeiten, denn seit gestern haben wir unseren eigenen Podcast. Das bedeutet, dass wir nun auf Anchor und Spotify zu hören sind. Man braucht also kein Spotify-Abo.

Ihr findet uns hier –> https://anchor.fm/bbaier/episodes/Back-in-Kathmandu-and-my-first-ever-Podcast-e18toh1?fbclid=IwAR038JNhpHwhrtvRDxb8tOVAoGCo-B9r4I58kB-JaN6vvnUSOMbtA58093Q

Wir haben uns bewusst einschlossen den Podcast in Englisch zu machen, damit ihn auch die Menschen in Nepal und anderen Teilen der Welt uns zuhören können. Birgit ist gerade in Kathmandu und wird von dort viel zu berichten haben.

Vatertag 🌞🍀

Heute feiern wir Vatertag in Deutschland. Der Vatertag wird regional gerne auch Herrentag oder Männertag genannt. Es ist ein in verschiedenen Teilen der Welt begangenes Brauchtum zu Ehren der  Väter  und der Vaterschaft. Je nach Land und Region wird er an unterschiedlichen Tagen gefeiert.

In Nepal wird dieser Tag am 7. September 2021 gefeiert und heißt Kushe Aunsi ist auch als Gokarna Aunsi bekannt. Das ist klasse, denn dann können wir den Tag gleich 2 Mal feiern.

Lassen Sie uns gemeinsam an all die Väter denken, die es jetzt besonders schwer haben, ihre Familien zu versorgen und zu unterstützen. Helfen Sie uns einen Unterschied zu machen.

Froher Muttertag

Heute ist ein ganz besonderer Tag: ein Tag an dem all unsere Liebe und Dankbarkeit den Müttern gilt.

Leider ist es für viele Mütter und werdende Mütter in Nepal nicht leicht, besonders in Zeiten wie dieser.

Durch die Pandemie fallen Einnahmequellen weg, Nahrung ist knapp und die medizinische Versorgung ist sehr eingeschränkt, sollte sie überhaupt zur Verfügung stehen. Was das bedeutet, können wir uns alle vorstellen. Helfen Sie uns einen Unterschied für Kinder in Nepal zu machen. Einfach schenken (die Bändchen sind in unserem Shop erhältlich) oder spenden 🙏🏼

Es tut gut, was Gutes zu tun❣️

Internationaler Happiness Tag 😊 / sukha und neun andere Worte

Zuallererst einmal wünschen wir Euch allen einen wundervollen und fröhlichen Happiness Tag 2021 und das sich dieser für Euch bis mindestens zum 31.12.2021 fortsetzt. Ganz besonders in dieser wirklich herausfordernden und komischen Zeit die uns so viel abverlangt in jeglicher Hinsicht.

Doch was bedeutet Glück oder Happiness eigentlich? Mit Sicherheit etwas anderes für jeden von uns soviel steht fest.

Bedeutung des Wortes

Das Wort „Glück“, von mittelhochdeutsch  glücke/gelücke (ab der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts) bzw. mittelniederdeutsch gelücke/lücke, bedeutete ursprünglich so was wie „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Davon zu unterscheiden ist Glückseligkeit, die meist in Zusammenhang mit einem Zustand der (religiösen) Erlösung oder einem hohen Maß an Selbstzufriedenheit erklärt und verstanden wird.

In anderen Sprachen wird zwischen Glück haben und glücklich sein in der Wortbedeutung deutlich unterschieden. Im Englischen gibt es die Wendungen to be lucky („Glück haben“; abgeleitet von luck) und to be happy („glücklich sein“, von happiness).

Das Sanskrit kennt über zehn Wörter zur Bezeichnung von Glücksempfindungen, etwa sukha für das eine angenehme Empfindung bereitende Glück, krtarthata für die Befriedigung nach einer Tat, ananda für freudige Glückseligkeit, sampad für das angenehme Körpergefühl nach zum Beispiel Yogaübungen.

Und was es für uns bedeutet

Uns macht es glücklich, wenn wir Kindern und Familien etwas Glück, Hoffnung und eine Zukunft geben können. Wenn wir Veränderung durch Euch bewirken könne, positive Veränderung. Es macht uns auch glücklich, wenn wir Euer Vertrauen gewinnen und Euch motivieren, mitzumachen. Wenn wir Eure Resonanz spüren und wir merken, dass Ihr unsere Neuigkeiten interessiert seit, uns auf Social Media folgt, und durch Eure Spenden die von uns gewählten Programme unterstützt. Danke dafür und gerne melden, wenn es Anregungen oder Vorschläge gibt: wir freuen uns auf einen Dialog mit Euch.

Und was macht Euch glücklich? Lasst es uns gerne wissen 🙂

Ohne Tourismus kein Einkommen / Covid-19 Folgen

In den letzten Jahren wurde Nepal zu einem Vorreiter in Sachen Naturschutz. Laut WWF konnten Nepal die Tigerzahlen nahezu verdoppeln und die Wilderei erfolgreich bekämpfen. Insbesondere durch den Auf- und Ausbau des Tourismus hat die Natur und damit der Lebensraum vieler Arten bei der lokalen Bevölkerung eine große Bedeutung erlangt.

Was jetzt durch den Corona bedingten Wegfall der Einnahmequelle: Tourismus passiert, können wir uns gar nicht ausmalen. Armut greift zunehmend um sich und die Unterstützung für den Schutz der Natur bröckelt.

Zuvor waren viele Menschen in die großen Städte Indiens oder in die Golfstaaten ausgewandert, um hier in Fabriken, Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen zu arbeiten. Durch Covid-19 werden sie nicht mehr gebraucht und sind nach Hause geschickt worden – zurück in ihre Heimat wir zum Beispiel in den äußersten Süden Nepals. Hier – in den dichten Wäldern der Terai Arc-Landschaft am Fuße des Himalajas – leben noch Tiger, Elefanten und Nashörner. Und nun leben hier mehr Menschen als zuvor. Dabei kämpfen auch die Familien der Rückkehrer seit Beginn der Pandemie ums Überleben.

WWF: „Noch bis vor 20 Jahren galt Nepal als Drehscheibe von Wilderei und illegalem Wildtierhandel. Doch entschlossene Naturschutzmaßnahmen, welche die lokale Bevölkerung umfassend miteinbeziehen, zeigten Wirkung. Nepal konnte seine Tigerzahlen fast verdoppelnund die Wilderei erfolgreich bekämpfen. Die grenzübergreifende Terai Arc-Landschaft – gleichzeitig eines der artenreichsten und am stärksten fragmentierten und bedrohten Ökosysteme in Asien – konnte sich erholen.

Nun gefährden neue Fälle von Nashornwilderei die Schutzerfolge der gesamten Region. Außerdem treibt die Suche nach Nahrung und Feuerholz die Menschen immer tiefer in die Wälder. Sechs Menschen kamen allein in den letzten Monaten durch Tigerangriffe ums Leben. Sie hatten die Tiere jeweils an ihrer Beute überrascht. Die Gefahr, dass die Tiger anschließend aus Trauer, Rache oder Wut getötet werden, ist groß.“

Corona in Nepal bedroht Menschen in der Stadt oder auf dem Land sowie die Natur.

Sunrise Annapurna Base camp

(picture credit: Birgit Baier, die meisten Bilder sind auf dem Weg zum Annapurna Base Camp entstanden)

Nari Dibas = Internationaler Frauen Tag in Nepal / 08.03.2076 😏

Der Tag der Frau wird in Nepal als ‚Nari ko Diwas‘ geschrieben, was in der nepalesischen Sprache als Nari Diwas bekannt ist. Das ‚of‘ bedeutet ‚ko‘, das man nicht aussprechen muss, wenn man eine Phrase als Substantiv schreibt. Nari bedeutet „Frauen“ und Diwas bedeutet „Tag“ in der nepalesischen Sprache, während das Gegenstück „Nar“ für „männlich“ steht.

Der Internationale Frauentag in Nepal findet jedes Jahr am 8. März statt, um die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Errungenschaften der Frauen zu feiern. Es ist auch ein Tag, der genutzt wird, um auf die anhaltende Ungleichheit zwischen den Geschlechtern hinzuweisen und zu weiteren Veränderungen aufzurufen.

🙏🏼

Thema des Internationalen Frauentags 2021 ist – „Frauen in Führung: Erreichen einer gleichberechtigten Zukunft in einer COVID-19-Welt“.

UN WOMEN.ORG:

„Das Thema würdigt die enormen Anstrengungen von Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt bei der Gestaltung einer gleichberechtigteren Zukunft und der Erholung von der COVID-19-Pandemie.

Sitzung der Kommission für die Rechtsstellung der Frau „Die volle und wirksame Beteiligung von Frauen am öffentlichen Leben und an der Entscheidungsfindung sowie die Beseitigung von Gewalt, um die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung aller Frauen und Mädchen zu erreichen“, und die Leitkampagne „Generation Equality“, die das Recht der Frauen auf Entscheidungsfindung in allen Lebensbereichen, gleiche Bezahlung, gleiche Aufteilung der unbezahlten Pflege- und Hausarbeit, ein Ende aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen und Gesundheitsdienste, die ihren Bedürfnissen entsprechen, fordert.

Frauen stehen in der COVID-19-Krise an vorderster Front, als Gesundheits-arbeiterinnen, Pflegerinnen, Innovatorinnen, Organisatorinnen von Gemeinschaften und als einige der vorbildlichsten und effektivsten nationalen Führungskräfte im Kampf gegen die Pandemie. Die Krise hat sowohl die zentrale Bedeutung ihrer Beiträge als auch die unverhältnismäßige Last, die Frauen tragen, deutlich gemacht.

Weibliche Führungskräfte und Frauenorganisationen haben ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre Netzwerke unter Beweis gestellt, um bei den COVID-19-Bekämpfungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen effektiv zu führen. Heute wird mehr denn je akzeptiert, dass Frauen unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Fähigkeiten mitbringen und einen unersetzlichen Beitrag zu Entscheidungen, Strategien und Gesetzen leisten, die für alle besser funktionieren.

Die Mehrheit der Länder, die bei der Eindämmung der COVID-19-Pandemie und bei der Bewältigung ihrer gesundheitlichen und weitergehenden sozioökonomischen Auswirkungen erfolgreicher waren, werden von Frauen geführt. Die Regierungschefs von Dänemark, Äthiopien, Finnland, Deutschland, Island, Neuseeland und der Slowakei wurden beispielsweise für die Schnelligkeit, Entschlossenheit und Effektivität ihrer nationalen Reaktion auf COVID-19 sowie für die einfühlsame Vermittlung von faktenbasierten Informationen zur öffentlichen Gesundheit weithin anerkannt.

Dennoch stehen in nur 20 Ländern weltweit Frauen an der Spitze von Staat und Regierung.[1]

Zusätzlich zu den anhaltenden, bereits bestehenden sozialen und systemischen Barrieren für die Beteiligung und Führung von Frauen sind mit der COVID-19-Pandemie neue Barrieren aufgetaucht. Überall auf der Welt sind Frauen mit zunehmender häuslicher Gewalt, unbezahlten Betreuungspflichten, Arbeitslosigkeit und Armut konfrontiert. Obwohl Frauen die Mehrheit der Beschäftigten an vorderster Front ausmachen, sind sie in den nationalen und globalen COVID-19-Politikfeldern unverhältnismäßig und unzureichend vertreten.

Um die Rechte von Frauen zu wahren und das Potenzial der weiblichen Führungsrolle in der Pandemievorsorge und -bekämpfung voll auszuschöpfen, müssen die Perspektiven von Frauen und Mädchen in ihrer ganzen Vielfalt in die Formulierung und Umsetzung von Strategien und Programmen in allen Bereichen und in allen Phasen der Pandemiebekämpfung und -wiederherstellung einbezogen werden.

Weitere Informationen im Zusammenhang mit dem IWD 2021 werden auf der Website von UN Women veröffentlicht, sobald das Datum erreicht ist. Die Hashtags für soziale Medien werden #IWD2021 und #InternationalWomensDay sein.

1] Stand: 8. November 2020. Diese Daten werden von UN Women auf der Grundlage von Informationen der Ständigen Vertretungen der Vereinten Nationen zusammengestellt; es werden nur gewählte Staatsoberhäupter berücksichtigt