In den letzten Jahren wurde Nepal zu einem Vorreiter in Sachen Naturschutz. Laut WWF konnten Nepal die Tigerzahlen nahezu verdoppeln und die Wilderei erfolgreich bekรคmpfen. Insbesondere durch den Auf- und Ausbau des Tourismusย hat die Natur und damit der Lebensraum vieler Arten bei der lokalen Bevรถlkerung eine groรe Bedeutung erlangt.






Was jetzt durch den Corona bedingten Wegfall der Einnahmequelle: Tourismus passiert, kรถnnen wir uns gar nicht ausmalen. Armut greift zunehmend um sich und die Unterstรผtzung fรผr den Schutz der Natur brรถckelt.
Zuvor waren viele Menschen in die groรen Stรคdte Indiens oder in die Golfstaaten ausgewandert, um hier in Fabriken, Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen zu arbeiten. Durch Covid-19 werden sie nicht mehr gebraucht und sind nach Hause geschickt worden โ zurรผck in ihre Heimat wir zum Beispiel in den รคuรersten Sรผden Nepals. Hier โ in den dichten Wรคldern der Terai Arc-Landschaft am Fuรe des Himalajas โ leben noch Tiger, Elefanten und Nashรถrner. Und nun leben hier mehr Menschen als zuvor. Dabei kรคmpfen auch die Familien der Rรผckkehrer seit Beginn der Pandemie ums รberleben.
WWF: „Noch bis vor 20 Jahren galt Nepal als Drehscheibe von Wilderei und illegalem Wildtierhandel. Doch entschlossene Naturschutzmaรnahmen, welche die lokale Bevรถlkerung umfassend miteinbeziehen, zeigten Wirkung. Nepal konnte seine Tigerzahlen fast verdoppelnund die Wilderei erfolgreich bekรคmpfen. Die grenzรผbergreifende Terai Arc-Landschaft โ gleichzeitig eines der artenreichsten und am stรคrksten fragmentierten und bedrohten รkosysteme in Asien โ konnte sich erholen.
Nun gefรคhrden neue Fรคlle von Nashornwilderei die Schutzerfolge der gesamten Region. Auรerdem treibt die Suche nach Nahrung und Feuerholz die Menschen immer tiefer in die Wรคlder. Sechs Menschen kamen allein in den letzten Monaten durch Tigerangriffe ums Leben. Sie hatten die Tiere jeweils an ihrer Beute รผberrascht. Die Gefahr, dass die Tiger anschlieรend aus Trauer, Rache oder Wut getรถtet werden, ist groร.“
Corona in Nepal bedroht Menschen in der Stadt oder auf dem Land sowie die Natur.
(picture credit: Birgit Baier, die meisten Bilder sind auf dem Weg zum Annapurna Base Camp entstanden)
















